Totgesagte leben länger: Wir holen das Maximum aus Ihren Beständen heraus

Die Assekuranz erlebt zweifellos eine Krise der Lebensversicherung. In Deutschland beispielsweise wurden schon vor Jahren die Steuervorteile für Lebensversicherungen gestrichen – Lebensversicherer bekamen damit einen ersten heftigen Schlag ins Kontor. Die Zinsen am Kapitalmarkt werfen darüber hinaus schon seit bald zehn Jahren keine auskömmlichen Renditen mehr ab. Das Neugeschäft sackt in der Folge deutlich ab: Die Auguren vom Beratungsunternehmen Towers Watson warnten schon 2011 in einer Studie, der Absatz fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherungen breche regelrecht ein. Versicherer schauen deshalb besorgt auf Verpflichtungen aus langfristigen Garantieversprechen.

Dabei lohnt es sich, zur Ertragssteigerung das Augenmerk auf den Bestand zu legen. Ein effektives Bestandsmanagement (In-Force Management) kann die Basis sein, um ein Lebensversicherungsunternehmen wieder profitabel und wetterfest zu machen. So schätzt eine Studie der Unternehmensberatung Oliver Wyman den möglichen Kostenvorteil durch Bestandsoptimierungen auf 4,5 bis 6,5 Milliarden Euro über alle europäischen Lebensversicherungen hinweg.

Daten analysieren, Risiken erkennen, Bestände aktiv managen

Um den Wert des Bestands zu steigern, sollte zunächst eine gründliche Analyse der Bestandsdaten durchgeführt werden: In welchen Beständen steckt weiteres Potenzial? Welche Bestände sind veraltet? Welche Bestände sind problematisch? Dazu ist es erforderlich, den Bestand nach bestimmten Kriterien zu segmentieren wie zum Beispiel nach Produktgruppen oder Rechnungszinsgruppen. Möglich ist auch eine Aufteilung nach Vertragslaufzeiten, Vertriebswegen oder Kundengruppen. Die Vertrags-, Kunden- und Vertriebsdaten sowie ökonomischen Kennzahlen sollten in einem separaten Datenhaushalt mit dem ausschließlichen Zweck der Bestandsanalyse zusammengeführt werden.

Eine Bestandsanalyse darf jedoch keine einmalige Aktion sein – vielmehr muss sie im Alltagsgeschäft der Lebensversicherer verankert werden. Nur so sind nachhaltige Verbesserungen der Ertragssituation zu erreichen – auch in Hinblick auf das Neugeschäft und auf die Schärfung der Produktstrategie.

Fällt aufgrund der Datenanalyse die Entscheidung nicht für den Verkauf des Bestands (Run-off), sondern für die Beibehaltung und aktive Bearbeitung des Bestands, gibt es drei Möglichkeiten, um den Bestand zu optimieren:

  • Abwicklungseffizienz steigern/Operations: Verbesserung der Kostenstruktur durch Automatisierung bzw. Digitalisierung von Prozessen, Erhöhung der Dunkelverarbeitungsquote, Vereinheitlichung und Modernisierung der IT-Landschaft, Überprüfung der Service-Levels, Auslagerung von IT-Services (Cloud-Solutions), Verlagerung von Geschäftsprozessen zum Kunden
  • Kunden- und Vertragsmanagement intensivieren: Verbesserung der Kundenloyalität in jenen Segmenten, die profitabel sind, Nutzung von Cross-Selling- und Up-Selling-Potenzialen, Reinvestition auslaufender Policen
  • Asset Management weiterentwickeln: Anpassung des Asset Liability Managements und der Investment-Strategie für eine bessere Verzahnung mit künftigen Leistungsverpflichtungen („Duration Gap“)

 

Mit msg.Insurance Suite holen Sie alles raus aus Ihrem Bestand

Mit der msg.Insurance Suite stellt msg life den Versicherungsunternehmen eine Komplettlösung aus einer Hand zur Verfügung, die bei der Umsetzung eines effektiven In-Force-Managements optimal unterstützt. Der Kern der msg.Insurance Suite für die Sparte Lebensversicherung, das Bestandsführungssystem msg.Life Factory, liefert die für die Analyse erforderlichen Kunden- und Vertragsdaten in einer Detailtiefe, die einzigartig am Markt ist. Die darin enthaltene Komponente msg.Ilis (Insurance Liability Information System) bietet den Rahmen für eine zentrale Datenhaltung, in der die für alle Arten von Projektionsrechnungen notwendigen Daten verwaltet werden. In Kombination mit der Standardsoftware msg.Alamos (Asset Liability and Model Office System) lassen sich nicht nur die vorhandenen Bestandsdaten tiefgehend analysieren, sondern auch die Auswirkungen von geplanten Managemententscheidungen, möglichen Marktentwicklungen und anderen Einflüssen im Voraus qualitativ und quantitativ bewerten. Zudem ist msg.Ilis kompatibel zu allen anderen am Markt etablierten ALM (Asset Liability Management)-Systemen.

Darüber hinaus bietet die msg.Insurance Suite eine digitale End-to-End-Bearbeitung aller Kerngeschäftsprozesse eines Versicherungsunternehmens. Hinzu kommt ein über alle Endgeräte nutzbares Service-Portal, das eine stärkere Integration des Kunden in die Prozesskette des Versicherers ermöglicht. Die dadurch optimierte Prozesseffizienz und Produktivität führen ebenfalls zu deutlichen Verbesserungen in der Kostenstruktur. Die Lösung kann auch vollständig oder in Teilen als Cloud-Lösung betrieben werden, um schnell von geringeren Betriebskosten und höherer Prozesseffizienz zu profitieren.

 

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